20. FEBRUAR 2020

Frühjahrsmüdigkeit adé

Während die Natur nach den kalten Wintermonaten erblüht, plagt einige Menschen die Frühjahrsmüdigkeit. Antriebslosigkeit trotz Sonnenschein und bunter Farben überall? Dieses Phänomen kennen viele, aber wie kommt es eigentlich dazu? Bereite der Müdigkeit ein Ende und tanke mit ein paar Tricks neue Energie!

Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Frühjahrsmüdigkeit äussert sich tagsüber häufig durch Schlappheit und Müdigkeit. Nachts kann es zu Schlafstörungen kommen. Ausserdem gehören Kopfschmerzen, Gereiztheit oder Kreislaufprobleme zu den Symptomen. Doch wie kommt es dazu überhaupt?

Die Frühjahrsmüdigkeit hängt mit dem Wechsel der Jahreszeiten zusammen. Während der kalten Jahreszeit befindet sich der Körper sozusagen im Sparmodus. Durch den Mangel an Tageslicht produziert der Körper viel Melatonin, das auch als „Schlafhormon“ bekannt ist. Wenn dann der Frühling naht, beginnt der Körper, wieder aktiver zu sein. Durch steigende Temperaturen und höhere Lichtintensität wird statt Melatonin nun mehr Serotonin ausgeschüttet, durch das wir uns fit fühlen. Nach der „Winterpause“ führen die Hormonumstellung und die erhöhte Aktivität dazu, dass der Körper schneller erschöpft ist. Es braucht einfach einige Zeit, bis die Winterträgheit abgelegt ist – das empfinden wir dann als Frühjahrsmüdigkeit.

Bewegung hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit

Bewegung gegen Frühjahrsmüdigkeit

Wie kann man der Schläfrigkeit entgegenwirken? Bewegung ist ein wichtiger Faktor, um den Körper aus der Trägheit des Winters aufzuwecken. Es ist ganz normal, dass wir bei eisigen Temperaturen und Regen wenig Lust haben, uns draussen zu bewegen. Im warmen Zuhause eingekuschelt gefällt es uns im Winter einfach besser. Im Frühling ist es höchste Zeit, das zu ändern! Raus an die frische Luft – auch, wenn es noch kühl draussen ist. Ein Spaziergang, eine Runde joggen gehen oder ab und zu mit dem Fahrrad fahren, kann wahre Wunder wirken. Denn die bunten Blumen, das Vogelzwitschern und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen heben garantiert auch deine Stimmung!

Frühjahrsmüdigkeit mit Licht vertreiben

Neben Bewegung ist Licht ein gutes Mittel, um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Viele Menschen freuen sich nach den kurzen Wintertagen darauf, dass uns die Sonne im Frühjahr länger verwöhnt. Nutzt die länger werdenden Tage, um so viel Tageslicht wie möglich zu tanken. Vor allem am Morgen hilft Tageslicht dabei, den Körper auf Touren zu bringen. Lichtwecker nutzen dieses Prinzip ebenfalls, um das Aufstehen zu erleichtern und uns bei einem energetischen Start in den Tag zu unterstützen. Am besten ist es, jeden Tag etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten Sonne zu tanken. Wichtig dabei: Licht wird über die Haut aufgenommen. Also heisst es: Jacke und Schal ablegen, damit die Sonne, Gesicht, Dekolletee und Arme erreichen kann.

Den Körper mit Vitaminen versorgen

Gesundes Frühstück

Christstollen, Festtagsbraten, Lebkuchen… der Winter ist voll von Leckereien, die uns die kalten, dunklen Tage versüssen. Doch die reichhaltigen Lebensmittel führen schnell zu Trägheit, wodurch wir uns im Winter noch weniger bewegen. Im Frühjahr kannst du deinem Körper helfen, die Schlappheit abzustreifen, indem du auf eine gesunde Ernährung achtest. Frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und „beschweren“ nicht so sehr, wie die reichhaltigen Mahlzeiten, die im Winter oft auf dem Menü stehen. Jeden Tag genug trinken tut dem Körper ebenfalls gut. Denn Flüssigkeitsmangel kann Konzentrationsprobleme und Müdigkeit begünstigen. Ein bis zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken, ist empfehlenswert.

Mittagsschlaf verboten

Könnte ein Mittagsschlaf helfen, die Schläfrigkeit am Tag zu beenden? Eher nicht! Um einzuschlafen, verbraucht der Körper Serotonin und produziert das „Schlafhormon“ Melatonin. Statt fitter zu werden, wird die Müdigkeit also gefördert. Genau das solltest du verhindern. Wenn du mittags das Gefühl hast, die Frühjahrsmüdigkeit ist besonders stark, solltest du besser einen kurzen Spaziergang machen. Frische Luft und Bewegung wirken belebend! Falls das Wetter keinen Abstecher nach draussen zulässt, helfen auch ein paar Dehnübungen im Büro oder zu Hause.

Was tun bei anhaltender Müdigkeit?

Für die Umstellung vom Winter- in den Frühlingsmodus braucht der Körper in der Regel etwa zwei bis vier Wochen. Wenn du dich aber auch nach dieser Zeit immer noch ständig schlapp fühlst, handelt es sich wahrscheinlich nicht mehr um Frühjahrsmüdigkeit. Da anhaltende Müdigkeit verschiedene Ursachen haben kann, ist es empfehlenswert, beim Arzt die Ursache dafür abklären zu lassen. So kannst du schnell etwas gegen die Antriebslosigkeit tun und hast wieder Energie für den Alltag!